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Carpuride W702 am K 1600 mit TFT: Wenn das Nachrüst-Navi nicht mit dem Bordcomputer sprechen will

Ein Erfahrungsbericht aus dem BMW-K-Forum zeigt, warum sich das Carpuride W702 am K 1600 mit TFT-Cockpit nur bedingt eignet - und welche Workarounds und Zukunftsaussichten es für Navigation und Smartphone-Spiegelung gibt.
Bild: KI-generiert (Higgsfield Nano Banana Pro, Referenz BMW K 1600 GTL)

Carpuride W702 am K 1600 mit TFT: Wenn das Nachrüst-Navi nicht mit dem Bordcomputer sprechen will

Wer sein K 1600 GT, GTL, B oder Grand America mit TFT-Cockpit fährt, kennt das Thema: Das originale BMW-Navi-System ist komfortabel, aber nicht mehr taufrisch, und viele überlegen, ob ein modernes Nachrüst-Gerät wie das Carpuride W702 eine sinnvolle Ergänzung oder Alternative sein könnte. Im BMW-K-Forum hat sich dazu gerade ein aufschlussreicher Erfahrungsaustausch entwickelt, der zeigt, wo die Grenzen der TFT-Generation aktuell liegen.

Die Ausgangsfrage: Passt das W702 in die BMW-Halterung?

Ein Nutzer mit K 1600 GTL Baujahr 2025 wollte wissen, ob sich das Carpuride W702 über den originalen, abschließbaren Navi-Vorbereitungsstecker montieren lässt und ob eine bestimmte Geräteversion (W702BS) dafür empfehlenswert ist. Die mechanische Seite ist dabei gar nicht das Problem: Das Gerät passt gut in die verriegelbare BMW-Navihalterung, und das Display ist laut den Berichten aus dem Forum sehr gut ablesbar - nur die automatische Helligkeitsregelung reagiert recht träge.

Das eigentliche Problem sitzt in der Datenanbindung

Spannender ist die technische Seite. Bei älteren BMW-Modellen mit dem sogenannten Wonderwheel am Lenker lässt sich ein Carpuride offenbar über den Multicontroller bedienen. Beim K 1600 mit TFT-Cockpit funktioniert genau das nicht mehr, weil BMW hier eine andere Steuerungstechnik verbaut hat. Ein Nutzer mit K 1600 GT Sport (Baujahr 2023) bestätigt das: Auch bei ihm bleibt die Bedienung über das Bedienrad ohne Wirkung, und die Datenübertragung vom Motorrad zum Gerät funktioniert laut den Berichten im Forum praktisch nicht. Fazit eines Testers, der es selbst ausprobiert hat: ein interessanter Versuch, der ihm am Ende keinen echten Mehrwert gebracht hat.

Workarounds aus der Praxis

Weil die direkte Integration nicht sauber klappt, behelfen sich Fahrer mit pragmatischen Lösungen. Ein Ansatz aus dem Forum: Die Kartendaten aus der Kurviger-Cloud werden auf ein altes Smartphone ohne SIM-Karte geladen, das Gerät dann in der Ablage verstaut und mit dem Carpuride verbunden. Die eigentliche Navigation läuft parallel über ein zweites Handy am Lenker, das mit dem Helm-Headset verbunden ist - so bleiben auch spontane Routenänderungen unterwegs möglich. Aufwendig, aber funktional.

Als Alternative wird im Forum auch ein Gerät von Chigee genannt, das die Bedienung über das Wonderwheel ermöglichen soll. Der Haken dabei: höherer Preis, und aus Garantiegründen wird es von BMW-Vertragswerkstätten offenbar nicht verbaut.

Blick über den Tellerrand: Android Auto am Motorrad

Interessant für alle, die am Thema dranbleiben: In einer anderen BMW-Community wird aktuell daran gearbeitet, dem BMW-Navi-System Android Auto beizubringen. Laut den bisherigen Rückmeldungen gibt es dort noch Schwierigkeiten bei der Bedienung über das Lenkerrad, aber die Richtung zeigt, wohin die Reise gehen könnte - nämlich zu einer echten Spiegelung von Kurviger, Google Maps oder ähnlichen Apps direkt auf dem TFT-Display, wie man es aus dem Auto kennt. Ein Forumsnutzer steht dazu sogar im direkten Austausch mit BMW München, bislang allerdings ohne konkrete Lösung - die Antwort bleibt der Verweis an den Fachbetrieb.

Kleiner Bonus-Tipp aus dem Thread: Komfortblinken aktivieren

Am Rande der Diskussion kam noch ein nützlicher Hinweis für K 1600-Fahrer mit aktuellem EU5-Modell zutage: Wer glaubt, das Komfortblinken sei bei seinem Fahrzeug deaktiviert oder gar nicht mehr vorhanden, sollte einmal gezielt nachsehen. Der Haken dafür sprang bei früheren Softwareständen gelegentlich von selbst wieder heraus, wurde per Update aber behoben. Zu finden ist die Einstellung bei stehendem Motorrad mit eingeschalteter Zündung unter Einstellungen, Fahrzeugeinstellungen, Licht, Komfortblinken.

Was das für dich bedeutet

Wenn du mit dem Gedanken spielst, dein K 1600 mit TFT-Cockpit um ein Gerät wie das Carpuride W702 zu ergänzen, solltest du realistische Erwartungen mitbringen: Als reines Zusatzdisplay in der abschließbaren Halterung funktioniert es, als vollintegrierte Navigationslösung mit Fahrzeugdaten und Lenkerbedienung aktuell nicht. Bis herstellerseitig oder aus der Community eine sauberere Lösung für App-Spiegelung kommt, bleibt der Griff zu zwei getrennten Geräten - Navigation am Lenker, Zusatzinfos in der Halterung - für viele die praktikabelste Zwischenlösung.

Wer sein Cockpit ohnehin gerade optimiert, findet bei Hornig weiteres durchdachtes Zubehör rund um Komfort und Reisetauglichkeit der K 1600-Baureihe.

Joe

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